| |
Revierbeschreibung Türkei
Seit Sommer 2005 können Sie auf der Queen Emily in einem der schönsten Türkischen Segelgebiete reisen. Zwischen April und Oktober können Sie in einem abwechlungsreichen Fahrgebiet segeln und es stehen zahllose Buchten, einsame Ankerplätze und lebendige Häfen zur Auswahl. Zu den Fahrgebieten die bei 1 Wochen Törns im Mittelpunkt stehen werden, zählen der Yesilova Golf, der Hisarönü Golf und das Segelrevier vor Mamaris. Stark gegliederte Küsten, wunderbare Ankerplätze, kleine Inseln, abwechslungsreiche Reviere bestimmen hier meist das Bild.Dabei segeln Sie in einer grünen Umgebung. Die Ankerplätze und Häfen oder Muringbuchten liegen nur wenige Meilen voneinander entfernt, so dass sich eine nahezu unendliche Kombinationsvielvalt und Routenplanung ergibt.
Für 2 Wochen Törns eröffnen sich weitere Segelreviere von besonderem Interesse. Dazu gehören der Gökova Golf, der Golf von Fethye sowie der Golf von Güllük. Zu den bekanntesten Plätzen in den Revieren zählen Kaunos, der Ölü Deniz, Kas, Kalkan, Knidos.
Die Infrastruktur an Häfen und Marinas sowie Proviantierungsplätzen ist hervorragend und in nahezu jeder Bucht kann man, wenn man möchte, gute Türkische Küche geniessen. Es finden sich Möglichkeiten für einen Törn für nahezu jeden Geschmack.
Außerdem finden sich sichere Ankerplätze und Marinas in vergleichsweise geringen Abständen, so dass Segeln bei nahezu jeder Wetterlage möglich ist.
Ideale Bedingungen mit kräftigen, stetigen Tageswinden findet man zumeist von Juni bis September. Im Hochsommer macht sich der in der Ägäis stark ausgeprägte Meltemi meist als ein westlicher Tageswind bemerkbar, der aber nachts abflaut, oft sogar einschläft und erst am nächsten Vormittag wieder einsetzt.
Im April und Mai muss mit zum Teil sehr kräftigen Südwinden gerechnet werden. Dasselbe tritt im Oktober auf, wenn sich langsam die Winterwetterlage einstellt.
Die Mittagstemperaturen schwanken von 25 - 30 Grad Celsius im April und Mai sowie Oktober bis zu 30 - 36 Grad Celsius von Juni - September. Die Wassertemperaturen sind mit 22 - 26 Grad Celsius von Mitte Juni bis Ende September am angenehmsten.
Route 1 – 8 Tage / 7 Nächte Bordum bis Marmaris oder v.v. Diese Route ist für alle geeignet, die eine Mischung aus verschiedenen Segelrevieren bevorzugen und dabei auch verschiedenste Manöver fahren möchten. Sie gibt einen Überblick über einen sehr schönen Teil der türkischen Ägäisküste mit hervorragenden Segelbedingungen und sehr viel Abwechslung.
Die nachfolgende Routenbeschreibung wurde mit Beginn in Bodrum und Ende in Marmaris erarbeitet. Sollten Sie Ihren Törn in Marmaris beginnen, so ist der Verlauf weitestgehend umgekehrt. In umgekehrter Richtung wird es schwierig, den aufgeführten Routenplan zeitlich einzuhalten, daman des Öfteren gegen die Hauptwindrichtung im Sommer segelt.
Tag1
Ankunft und Schiffsübernahme in der Marina in Bodrum. Da Bodrum von Österreich, der Schweiz und Deutschland nur in der Sommersaison von Charterfluglinien angeflogen wird, sind die Ankunftszeiten sehr variabel. Vom Flughafen Bodrum. bis zur Bodrum Marina (auch Milta Marina) benötigen Sie mit dem Taxi ca. 35 – 45 Minuten(Bis nach Marmaris sind es ca. 2 Stunden). Wir empfehlen, alle Ihre Einkäufe zu erledigen, sich die Stadt Bodrum anzusehen und das Schiff für den Törn aufzuklarieren.
Tag 2
Die im Sommer hier vorherrschenden West- bzw. Nordwestwinde erlauben es Ihnen, innerhalb eines Tages bequem bis nach Knidos zu segeln. Die etwa 26 sm sind bei vorherrschender Windrichtung auf einem bequemen Halbwindkurs zu segeln und führen Sie über offenes Wasser im Gökova Körfezi. Sie sollten dennoch nicht zu spät lossegeln, um einen guten Platz in Knidos zu erwischen und es noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang über die antike Stadt zu schaffen (Aufstieg vom Hafen ca. 45 min.). Der antike Kriegshafen ist vollständig versandet und nur noch für flachgehende Fischerboote geeignet, deshalb bleibt nur die kleine Ostbucht (antiker Handelshafen). Knidos sollten Sie auf jeden Fall besuchen, denn das antike Zentrum von Wissenschaft, Kultur und Handel stellt mit seinen Ausgrabungsstätten einen der Höhepunkte der Reise dar. Für den Fall, dass die Ostbucht von Knidos überfüllt sein sollte, bietet der Schutzhafen von Palamut (ca. 7 sm östlich) die nächste Alternative. Von Palamut führt die Strasse nach Knidos, so dass Sie mit dem Taxi oder Dolmus bequem auch von dort Knidos besuchen können.
Tag 3
Auch heute empfehlen wir Ihnen nicht zu spät zu starten, denn obwohl wieder nur ca. 25 sm sind und diese meist auch mit achterlichen Winden absolviert werden können, lohnt sich auch heute ein frühes Ankommen. Ziel des heutigen Tages ist Kuruca Bükü, eine weite Bucht, die hervorragenden Ankergrund auf 4 – 8 m bietet. Während der Hochsaison ist die angrenzende Feriensiedlung mit Discothek jedoch nichts für Ruhesuchende und ausser Ihnen werden sich viele Segler in der Bucht finden. Ruhesuchenden wird empfohlen, etwa 4 sm weiter östlich bis in den Armak Bükü oder auch Palmbucht zu segeln und dort bei absoluter Stille zu übernachten. In dieser Bucht sollten Sie vor Anker und Heckleine zum Land bestens geschützt liegen. Beachten Sie im Scheitel der Bucht unbedingt die ca. 30 m vor dem Strand steil auf ca. 1,5 m aufkommende Felswand unter Wasser.
Tag 4
Egal wo Sie übernachtet haben, starten Sie heute nicht zu früh, dieser Tag ist vollkommen entspannt und endet mit einem landschaftlichen Höhepunkt, dem Bencik Koyu oder auch Haifischbucht genannt. Insgesamt sind es je nach Übernachtungsort nur 6 oder 10 sm. Wir empfehlen, tief in den Hisarönü Körfezi hinein zu segeln und in einer der vielen traumhaften Buchten zu stoppen und ein Bad im kristallklaren Wasser zu nehmen. Bei den im Sommer vorherrschenden Winden ist das Tagesziel bestens geschützt und der fjordähnliche Einschnitt von Bencik Koyu ist einer der landschaftlichen Höhepunkte der Reise. Beachten Sie unbedingt die 2,3 m Stelle im Westteil des Fjords, die lediglich in den British Pilot Charts mit 3 m angegeben ist. Sollte Ihnen nach Unterhaltung sein, können Sie auf der gegenüberliegenden Seite des Golfes in den Selimiye Koyu einlaufen und dort entweder im Nordwestteil der weiten Bucht ankern oder an den Stegen im Süden vor dem Aurora Restaurant mit Mooring festmachen. Hier finden Sie nicht nur sichere Liegeplätze (ca. 10 Stück), sondern auch hervorragendes Essen und am Abend sicher auch Unterhaltung im Restaurant. Ausserdem eignet sich das nahe gelegene Dorf Selimiye zur neuen Bevorratung.
Tag 5
Heute heisst es den Hisarönü Körfezi verlassen und in aller Regel ist es sehr gut möglichst früh zu starten, ehe der vorherrschende West / Nordwestwind seine volle Stärke erreicht hat, denn dann müssen Sie nicht nur aufkreuzen, sondern haben auch noch sehr kurze Wellen von vorn. Vor Ihnen liegt heute die landschaftlich schöne Strecke bis nach Yesilova (Bozburun). Die ca. 23 sm teilen sich zu etwa 40 Prozent auf den Hisarönü Golf und zu 60 Prozent auf den Yesilova Golf auf, wobei Sie in letzterem wieder mit achterlichen Winden segeln. Die Ansteuerung von Yesilove (Bozburun) sollte unbedingt tagsüber erfolgen, da sie hohe Aufmerksamkeit und sehr genaues Navigieren voraussetzt. Die zahlreichen Inseln und Klippen sind für Ortsunkundige nachts problematisch. Sollten Sie die Strecke sehr schnell zurückgelegt haben, so finden sich wunderbare Badeplätze an den der Einfahrt zum Stadthafen vorgelagerten Inseln Kizil Adasi und Kisele Adasi. Der charmante Hafen und die sehr angenehme Stadt sind eine sicher willkommene Abwechslung am heutigen Abend.
Tag 6
Nach nur einem ganzen Tag verlassen Sie heute sofort wieder den Yesilova Golf. Esgeht in Südwestrichtung und damit meist mit halbem Wind in Richtung Kap Karaburun. Vorher passieren Sie aber noch den Nordwestzipfel gleichnamiger Halbinsel. Am Kap selbst frischt der Wind oft auf und dreht of auf südliche Richtungen. Deshalb ist es ratsam, dieses weit zu runden. Ziel ist die Bucht Bozukkale oder auch Bozuk Bükü genannt. Über dieser weiträumigen Bucht wacht die alte Lorima Festung, deren Reste einen Besuch wert sind, da sehr gut erhalten. Diese antike Festung aus dem 5. Jh. vor Christus ist Zeugnis des Einflusses und der Macht des hiesigen Städtebundes jener Zeit. Die Bucht selbst bietet sowohl ganz einsame Ankerplätze, als auch Stege vor den insgesamt 3 Restaurants mit Moorings. Unsere Empfehlung ist das Lorima Restaurant ganz im Norden der Bucht. Insgesamt haben mindestens 25 Yachten und Gulets Platz in dieser Bucht, ohne dass es eng wird. Da an diesem Tag nur etwa 18 sm zurückzulegen sind, bleibt genügend Zeit für den „historischen Teil“ oder ein ausgedehntes Bad in der Bucht.
Tag 7
Heute steht das Endziel des Törns auf dem Programm. Von Bozuk Bükü bis nach Marmaris sind es etwa 23 sm und mit halbem oder achterlichem Wind sollte diese Etappe sehr leicht zu meistern sein. Sollten ausnahmsweise Ostwinde vorherrschen, so sind diese meist sehr stark und wir empfehlen Ihnen, so weit wie möglich zu motoren, da ansonsten das Erreichen von Marmaris bis tief in die Nacht dauern kann. Sollten Sie Ihre letzte Nacht noch einmal in aller Stille verbringen wollen, so ist Caycagiz Koyu, direkt westlich des Leutturms Kardirga Burnu unser Tipp. Sollten Sie denletzten Abend mit viel Unterhaltung verbringen wollen, so sollten Sie direkt Ihre Marina in Maramaris anlaufen und sich in das Nachtleben stürzen, welches nahezu unzählige Möglichkeiten bietet. Aus dem verschlafenen Marmaris ist in den letzten 15 Jahren ein pulsierender Touristenort mit hunderten Cafes, Restaurants und vielen Bars, Discotheken und Nachtclubs geworden. Natürlich gibt es in den Supermärkten und dem Bazar auch jede Menge Nützliches und den üblichen Nepp zu kaufen und erfeilschen.
Tag 8
Check Out und Rückgabe des Schiffes. Sie können noch einmal durch Marmaris schlendern, das eine oder andere Souvenir einkaufen und dann zu Ihrem Flug rechtzeitig abfahren. Die Fahrzeit nach Bodrum zurück beträgt etwa 2 Stunden, zum Flughafen Dalaman sind es etwa 1 Stunde und 15 Minuten.
Tipps zu dieser Reise:
Bestes Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel in Bodrum und Marmaris
Bargeld am Automaten mit Maestro oder Kreditkarten an den Flughäfen oder ebenfalls in Bodrum und Marmaris an ATM's
In beiden Städten auch zahlreiche Geldwechselstuben
Alle in Europä gängigen Mobilfunknetze verfügen über Roaming Partner, so dass der mobile Funkempfang ausser in Bozuk Bükü meist hervorragend ist.
Route 2 – 8 Tage / 7 Nächte Geniessertour „Der Burgengolf“ & Knidos Unsere Empfehlung für Türkei „Geniesser“, 1 Woche in einem der abwechslungsreichsten Segelreviere der Türkei. Der Hisarönü Körfezi oder auch „Burgengolf“ ist eines der landschaftlich reizvollsten Reviere und bietet dabei Abwechslung pur. Weitestgehend gegen Seegang geschützt ist es ein ideales Segelrevier, insbesondere auch für Familien. Hier ist während der Sommersaison die vorherrschende Windrichtung West / Nordwest, in Frühjahr kann diese jedoch von kräftigen Südwinden unterbrochen werden. Der grosse Vorteil ist, dass Buchten und Mooringstege in so kurzer Entfernung zueinander zu finden sind, dass es selbst in der Hochsaison nicht eng werden braucht. Freunde der sehr guten türkischen Küche kommen in den zahlreichen Restaurants voll auf Ihre Kosten. Bei dieser Route kann –muss aber nicht – die Bordküche des Öfteren einmal kalt bleiben.
Tag 1
Ankunft und Schiffsübernahme im Orhaniye Koyu, entweder in der Marti Marina oder in der Sunsail Station ganz im Südwesten der sehr tief einschneidenden Bucht. Orhaniye liegt etwa 30 km von Marmaris entfernt. Die Umgebung hier ist ländlich, sehr dicht bewaldet und bietet Ruhesuchenden einen idealen Ausgangspunkt. Wir empfehlen, alle Haupteinkäufe in Marmaris zu tätigen (z.B. bei Tansas oder Migros) und lediglich frisches Obst und Gemüse in und um Orhaniye zu kaufen. Samstags findet im Dorf von Orhaniye ein lokaler Bauern- und Trödelmarkt statt, der alles Waren sehr frisch bereit hält. Die Anreise vom Flughafen Bodrum dauert etwa 2 h 15 min mit dem Taxi, von Dalaman etwa 1 h 45 min, somit sind beide Flughäfen gleichermassen gut geeignet. Segelenthusiasten empfehlen wir noch am selben Tag auszulaufen und entweder im Keci Bükü hinter der kleinen Insel mit den Kastellruinen einen romantischen Ankerplatz aufzusuchen oder an einem der Restaurantstege vor Mooring zu gehen. Besonders beliebt ist die Küche des Dogan Motels. Wer gehobene Küche bevorzugt, sollte unbedingt im Mistral Restaurant der Marti Marina einkehren.
Tag 2
Der erste volle Segeltag soll in einer Entfernung von etwa 11 sm enden. Da Sie gegen den vorherrschenden Westwind aufkreuzen müssen, bedarf es einiger Manöver und Schläge, bis Sie Ihr Ziel, „Sailor's Paradise“ erreichen. Diese tief einschneidende Bucht liegt an der Südseite des Hisarönü Körfezi und die Einfahrt wird an Backbord von der Insel Koca und an Steuerbord von der Insel Uzun markiert. Da tiefes Wasser bis an die steil aufragenden Ufer reicht, bleibt nur am Steg des sehr freundlichen „Sailor's Paradise“ Restaurant vor Mooring zu gehen. Die Küche hier ist eine einfache, ländliche und exzellente türkische Küche und der Wirt Mehmet ist ein sehr freundlicher Gastgeber.
Die Bucht eignet sich hervorragend zum schwimmen und wandern und ist nur bei extrem starken Nord- oder Nordostwinden nicht geeignet.
Tag 3
Heute verlassen Sie den Hisarönü Körfezi und es geht nach Westen, zu dem Ort, der der Halbinsel ihren Namen gab. Das Ziel ist Datca. Der Ort, de eine palmenbestandene Halbinsel vorgelagert ist, wird von vielen Yachten garen angelaufen. Neben einer sehr gemütlichen Atmosphäre in den Hafenrestauarants, können Sie hier leicht Proviant nachbunkern und / oder Geld tauschen. Das Sie wahrscheinlich auch heute gegen die vorherrschenden Winde kreuzen müssen, können aus den 15 sm Luftlinie schnell 25 sm werden. Es empfiehlt sich also ein nicht zu spätes Ablegen in Sailor's Paradise, da die Ansteuerung von Datca durch die Insel Uzunca und die sie umgebenden gefährlichen Unterwasserklippen, die Ansteuerung nicht erleichtern. Wir empfehlen in der Bucht von Datca frei zu Ankern, da die Wassertiefen direkt am Hafenufer nicht stabil über 2 m sind und somit die Gefahr des Ruderbruchs besteht. Sollten Sie an der Hafenpier festmachen wol, so ist unbedingt die 1,5 m Stelle zu beachten und sehr sorgfältiges Loten möglich.
Wem Datca zu unruhig ist, dem bieten die Einschnitte Kargi Koyu und Karantas Bükü sehr gute Alternativen, insbesondere auch dann, wenn die Datca Bucht vol sein sollte. Die beiden Einschnitte liegen ca. 2 sm südlich von Datca. In beiden Einschnitten finden sich schöne Ankerplätze, im Süden von Kargi Koyu gibt es ein sehr nettes Restaurant mit Steg.
Am Morgen sollte man den Markt von Datca besuchen, ausserdem bieten die Bäcker des Ortes sehr gute Backwaren an und der Süsswassersee in Hafennähe ist auch einen Besuch wert.
Tag 4
Der 4.Tag bringt Sie bis an das südliche Kap der Datca Halbinsel. Ziel des heutigen Tages ist die antike Stadt Knidos. Je nach Liegeplatz in oder bei Datca sind es ca 20 sm, auch heute werden Sie wahrscheinlich der kräftigen Tagesbrise entgegen kreuzen müssen.
Sie sollten deshalb nicht zu spät lossegeln, um einen guten Platz in Knidos zu erwischen und es noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang über die antike Stadt zu schaffen (Aufstieg vom Hafen ca. 45 min.). Der antike Kriegshafen ist vollständig versandet und nur noch für flachgehende Fischerboote geeignet, deshalb bleibt nur die kleine Ostbucht (antiker Handelshafen). Knidos sollten Sie auf jeden Fall besuchen, denn das antike Zentrum von Wissenschaft, Kultur und Handel stellt mit seinen Ausgrabungsstätten einen der Höhepunkte der Reise dar. Für den Fall, dass die Ostbucht von Knidos überfüllt sein sollte, bietet der Schutzhafen von Palamut (ca. 7 sm östlich) die nächste Alternative. Von Palamut führt die Strasse nach Knidos, so dass Sie mit dem Taxi oder Dolmus bequem auch von dort Knidos besuchen können. Dies ist insbesondere dann eine Alternative, wenn ein sehr starker Wind auch nachts zu erwarten ist, da der Hafen von Knidos sehr stark den Fallböen ausgesetzt ist und der Ankergrund nicht besonders gut hält.
Tag 5
Der heutige Tag ist der Segeltag schlechthin während dieser Reise. Es stehen 35 sm auf dem Programm, die bei den vorherrschenden Sommerwinden, hier aus West bis Nordwest aber ein schnelles und sehr angenehmes Segeln versprechen. Kurs Südwest geht es südlich an der griechischen Insel Symi vorbei (Achtung das Einlaufen in die griechischen Gewässer oder Häfen ist nicht gestattet (Sondererlaubnis nötig) weiter in Richtung Osten bis zum Kap Karaburun.
Am Kap selbst frischt der Wind oft auf und dreht of auf südliche Richtungen. Deshalb ist es ratsam, dieses weit zu runden. Ziel ist die Bucht Bozukkale oder auch Bozuk Bükü genannt. Über dieser weiträumigen Bucht wacht die alte Lorima Festung, deren Reste einen Besuch wert sind, da sehr gut erhalten. Diese antike Festung aus dem 5. Jh. vor Christus ist Zeugnis des Einflusses und der Macht des hiesigen Städtebundes jener Zeit. Die Bucht selbst bietet sowohl ganz einsame Ankerplätze, als auch Stege vor den insgesamt 3 Restaurants mit Moorings. Unsere Empfehlung ist das Lorima Restaurant ganz im Norden der Bucht. Insgesamt haben mindestens 25 Yachten und Gulets Platz in dieser Bucht, ohne dass es eng wird. Obwohl Sie an diesem Tag 35 sm zurückgelegt haben, bleibt normalerweise genügend Zeit für den „historischen Teil“ oder ein ausgedehntes Bad in der Bucht.
Tag 6
Heute steht am Tagesende ein kulinarischer Höhepunkt. Es geht zurück in den Hisarönü Körfezi und Ziel nach etwa 20 sm ist das kleine Dorf Selimiye an der Südseite des Golfes von Hisarönü.
In aller Regel wird es ein sehr schneller Törn sein, so dass entweder genügend Zeit für einen Stopp in einer Badebucht bleibt oder, wenn Sie vorher eine Sondererlaubnis über uns eingeholt haben, tagsüber das sehr schöne Symi angelaufen werden kann. Bitte beachten Sie unbedingt die Einreisevorschriften für Charteryachten. Der Hafen von Symi ist gegen 13 Uhr am wenigsten überfült und so bleibt Zeit für einen kurzen Bummel durch die historischen Strassen von Symi's Altstadt.
Das kleine, malerische Dorf Selimiye verfügt über die stattliche Anzahl von 52 Restaurants. Herausragend und perfekt für Yachten vorbereitet, ist das Aurora Restaurant mit gehobener türkischer Küche, aber insbesondere von türkischen Yachtfahrern gelobt, wird das Sadunya. Wir möchten hier keine eigene Empfehlung abgeben, sondern finden, dass Sie die Qual der Wahl haben sollten. Viele bleiben hier für 2 Nächte und segeln tagsüber nur einige Meilen durch den Hisarönü Golf. Unsere Empfehlung ist jedoch eine andere.
Tag 7
Wir sind der Meinung, dass Sie dieses aussergewöhnliche Revier doch etwas näher kennen lernen sollten. Der letzte ganze Segeltag ist auf unserer Reise deshalb dem Buchtenhopping gewidmet. Hier sollten Sie unbedingt die Doppelbucht am Kuyulu Bükü anlaufen und ein Bad nehmen sowie die einzigartigen Felsformationen studieren, dann geht es vorbei am Revier des Robinson Clubs bis nach Azmak Bükü. Hier ist das Wasser meist glasklar und die Palmen am Strand, gaben dieser Bucht auch den Beinamen „Palmenbucht“ Wem das notwendige, extrem genaue Loten und vorsichtige Heranfahren hier scheut, dem sei die nächste Bucht mit 3 Aufgliederungen für einen Badestopp empfohlen. Karaali Büki überzeugt ebenfalls durch glasklares Wasser, ist aber nur bei ruhiger Wetterlage für einen Stopp geeignet. Je nachdem wann Ihr Heimflug bzw. die Rückgabe des Schiffes vereinbart sind, empfehlen wir die letzte Übernachtung nicht in der Marina oder an der Sunsail Station, sondern in Bencik Koyu, auch Haifischbucht genannt. Diese sehr tief einschneidende, fjordähnliche Bucht, umgeben von hohen, bewaldeten Felswänden, ist ein landschaftlicher Höhepunkt und vor Buganker und Heckleine liegend, finden sich hier wunderbare Plätze, um die Reise unter einem sternenklaren Himmel Revue passieren zu lassen. Unbedingt zu beachten ist die nicht eingezeichnet Untiefe auf der Westseite der Bucht mit nur etwa 2,30 m Wassertiefe. Diese ist sehr schwer auszumachen und wird in den British Waterpilots Charts mit 3 m angegeben. Da hier Wasserstandsschwankungen auftreten, sollte diese grossflächige Stele unbedingt umfahren werden ! Sollten Sie sehr früh am nächsten Morgen abreisen, so bleibt Ihnen diese Übernachtung inmitten der Natur verwehrt und Sie müssen die wenigen Meilen bis nach Keci Bükü zzurücklegen und das Schiff zurückgeben.
Tag 8
Entweder Rückfahrt von Bencik Koyu oder Check Out und Rückgabe des Schiffes.
Tipps zu dieser Reise:
Bestes Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel in Marmaris, wobei dies auf dieser Reise der unwichtige Teil ist, da bei dieser „Geniesserreise“ viele hervorragende Restaurants auf dem Programm stehen. Für Getränke und den Grundbedarf gibt es in Orhaniye und Selimniye mehr als ausreichende Versorgungsmöglichkeiten.
Für diese Reise eignen sich die Flughäfen Dalaman und Bodrum gleichermassen
Bargeld am Automaten mit Maestro oder Kreditkarten an den Flughäfen oder ebenfalls in Marmaris an ATM's
In Marmaris Geldwechselstuben
Alle in Europä gängigen Mobilfunknetze verfügen über Roaming Partner, so dass der mobile Funkempfang ausser in Bozuk Bükü meist hervorragend ist.
|